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Photovoltaik - Strom aus der Sonne
Die Sonne ist eine für menschliche Begriffe unerschöpfliche
Energiequelle. Nur ein kleiner Teil der Energie, die sie ins
Weltall strahlt, wird von der Erde aufgefangen. Trotzdem ist
dies immer noch das 10.000fache der gesamten Energie, die auf
der Erde in einem Jahr verbraucht wird. Indirekt nutzen wir die
Kraft der Sonne wie alle Lebewesen. Für die direkte Nutzung
ihrer Energie stehen uns heute zwei Möglichkeiten offen:
Solaranlagen zur Heizung und zur Bereitung von Warmwasser und
Photovoltaikanlagen, die Sonnenstrahlung direkt in elektrischen
Strom umwandeln.
Forschung und Entwicklung seit Jahrzehnten
Die Energie AG widmet sich seit vielen Jahren der Erforschung
neuer, erneuerbarer Energiequellen. 1988 hat sie mit der
Verbundgesellschaft eine Arbeitsgemeinschaft gegründet: Die
ARGE Alpen Photovoltaik, die sich intensiv mit der Erforschung
der Photovoltaik beschäftigt. Durch die Auswertung der
Betriebsergebnisse verschiedener Forschungsprojekte verfügt die
Energie AG heute auf dem Gebiet der Photovoltaik über ein
beträchtliches Fachwissen. Sie ist daher sowohl in der Lage,
derartige Anlagen selbst zu betreiben, als auch bei der
Errichtung neuer Anlagen eine beratende Funktion zu
übernehmen.
Photovoltaikanlagen im Inselbetrieb
"Inselbetrieb" bedeutet, dass die Photovoltaikanlage nicht ans
Netz angeschlossen ist. Solche Anlagen bewähren sich immer mehr
für Berghütten, Handysender in Schigebieten, Sendestationen,
Wettermessstationen und andere Einrichtungen, die fernab von
jeder Netzversorgung liegen. Für sonnenlose Stunden und Tage
muss es hier eine Möglichkeit geben, Energie zu speichern. Dies
geschieht normalerweise mit Hilfe von Bleiakkumulatoren. Zum
Schutz gegen Überladung oder Tiefentladung muß außerdem ein
Laderegler installiert werden.
Auswertung von Messdaten bestehender Anlagen
Zu den bekanntesten Projekten, die im Inselbetrieb arbeiten,
gehört das Hochleckenhaus (1.573 m) im westlichen
Höllengebirge. Hier versorgt seit November 1985 eine ca. 2 kW
starke Anlage die Beleuchtungskörper, ein Funktelefon und
verschiedene Küchengeräte. Das Kraftwerk Roßhaag der
Tauernkraftwerke in den Zillertaler Alpen kombiniert
Wasserkraft mit Photovoltaik. Die elektrischen Einrichtungen
für die Wasserfassung liegen im hochalpinen Gebiet und werden
durch eine Photovoltaikanlage mit Strom versorgt. Alle
Messdaten aus diesen Projekten werden nach Gmunden übertragen
und dort von der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Photovoltaik
analysiert und ausgewertet.
Photovoltaiksysteme mit Netzkopplung
Netzgekoppelte Anlagen arbeiten ohne Zwischenspeicher; die
erzeugte elektrische Energie wird direkt ins Netz eingespeist.
Nach Sonnenuntergang wird die Anlage automatisch vom Netz
getrennt. Sie eignen sich besonders für alpine Lagen: Durch die
reine Luft, weitgehende Nebelfreiheit, eine intensivere
Sonneneinstrahlung und durch Schneereflexion kann eine höhere
Energieausbeute erzielt werden als in tieferen Lagen.Systeme
mit Netzkopplung werden bereits weltweit eingesetzt; in
Österreich hat die Energie AG 1987 die erste ans öffentliche
Netz gekoppelte Anlage auf ihrem Betriebsgelände in Gmunden
installiert.
Photovoltaikprojekt Loser - das größte Solarkraftwerk der
Alpen
Die drei Solargeneratoren des Kraftwerks wurden in den USA, in
Japan und in der BRD erzeugt. An wolkenlosen Tagen liefern sie
eine Leistung von knapp 30 kW über einen Wechselrichter in das
Netz der Energie AG. Als Standort wurde ein ca. 1600 Meter hoch
gelegener Südhang des Losers gewählt: gute Erreichbarkeit im
Sommer und im Winter, die vorhandene Infrastruktur und die
nebelfreie Lage waren dafür ausschlaggebend. Alle Betriebsdaten
dieser Anlage werden ebenfalls im zentralen Solarrechner
erfasst und ausgewertet.
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